Was ist Autismus

Der Begriff „Autismus“ wurde erstmalig von dem Schweizer Psychiater Eugen Bleuler (1911) geprägt und kann mit „selbstbezogen“ übersetzt werden. Er beschreibt Menschen, die sich von der Umwelt abkapseln und sich in ihre eigene Welt zurückziehen.

Dreißig Jahre später übernahmen der amerikanische Kinderpsychiater Leo Kanner (1943) und der österreichische Kinderarzt Hans Asperger (1944) diese Bezeichnung, um – unabhängig voneinander – zwei sich ähnelnde Störungsbilder zu beschreiben: den „Early infatile autism“ (Kanner)  und die „autistische Psychopathie“ (Asperger) .

Beide Störungsbilder lassen sich aufgrund der kognitiven und sprachlichen Entwicklung sowie dem Störungsbeginn voneinander abgrenzen und werden heute als „Frühkindlicher Autismus“ (Kanner) und „Asperger-Syndrom“ (Asperger) bezeichnet. Sie werden im Folgenden beschrieben.