Reittherapie (Hippotherapie) bei Autismus

Bereits im griechischen Altertum (Hippokrates) wurde auf die heilende Wirkung des Pferderückens hingewiesen. Anfang der 60iger Jahre wurde dieses alte Wissen auch in Deutschland wieder aufgegriffen und die ersten Therapieansätze entwickelt.

Bei der Hippotherapie wird die 3-dimensionale Schwingung des Pferderückens in den verschiedensten Schrittarten genutzt um den Rumpf zu trainieren (Grobmotorik), den Gleichgewichtssinn, Halte- und Stützfunktionen zu schulen sowie eine Verbesserung in der Koordination der Bewegungsabläufe zu erzielen.

Einher mit einer konsequenten Betätigung geht eine Normalisierung der Muskelspannung (Tonus). Das Herz-Kreislauf-System wird angeregt und im weiteren kommt noch die Wärme des Tieres dazu, die sich positiv auf die Psyche des Reiters(in) auswirkt. Auch wird das Reiten nicht als Therapie empfunden und bewirkt unmittelbare positive Erlebnisgefühle der Freude und des Spasses. Insoweit ist die Hippotherapie besonders geeignet für Menschen mit spastischen und schlaffen Lähmungen, Multipler Sklerose und frühkindlichen Hirnschäden und autistisch Behinderte.

Unterschieden zur Hippotherapie wird das heilpädagogische Voltigieren, bei dem - neben dem eigentlichen Reiten - gymnastische Turnübungen der unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade auf dem Pferd hinzukommen.

Bei beiden Formen hat jedoch in meinen Augen für den "Reiter" ganz eindeutig das Pferd als "Therapeut" die wichtigste Bedeutung, wobei die Reitlehrer als Therapeut für beide Arten eine Zusatzausbildung benötigen (Reitlehrer/Therapeuten sind in der Regel Pädagogen/Psychologen mit Zusatzausbildung).

Ein ganz wichtiger Effekt ist bei der Reittherapie der, daß der Therapeut in Form des Reitlehrers (in) nicht direkt als Therapeut wahrgenommen sondern eher als Helfer/Anleiter/Lehrer betrachtet wird.

Ein Artikel zu dem autobiographischen Roman über die Pferdetherapie seines autistischen Sohnes von Rowan Isaacson ist abrufbar unter Spiegel Online

(13.10.2009).

 

Angebote in und um Hamburg

Arbeitsgemeinschaft Hippotherapie Nord

Die “Arbeitsgemeinschaft Hippotherapie” setzt sich zusammen aus Krankengymnastinnen / Physiotherapeutinnen aus Schleswig-Holstein und Hamburg, die eine Zusatzausbildung mit Lizenz für Hippotherapie besitzen und freiberuflich die Hippotherapie durchführen.
Bei uns ist es also möglich, ambulant die z.B. in der Reha-Klinik begonnene Hippotherapie fachkundig fortzusetzen.Unser Interesse besteht darin, die krankengymnastische Behandlungsmethode “Hippotherapie” in Schleswig-Holstein und Hamburg zu fördern und interessierten Patienten Auskunft zu geben, wo sie in ihrer Nähe diese Therapieform durch qualifizierte Physiotherapeuten erhalten können.

Adressen der einzelnen Anbieter finden Sie unter folgendem Link.

 

Ute Hoops - staatlich anerkannte Reittherapeutin

Frau Ute Hoops ist freiberuflich praktizierende Feldenkrais-Pädagogin und Reittherapeutin. Nach dem Abitur hat Sie eine Ausbildung zur Ergotherapeutin gemacht und anschließend in einer geriatrischen Klinik gearbeitet.

1989 hat Sie eine Feldenkrais-Ausbildung in Brig (Schweiz) und 1996 eine einjährige NLP-Weiterbildung absolviert. Bis 1999 folgten diverse Lehrgänge bei der VFD (Vereinigung der Freizeitreiter Deutschland). In den Jahren 2002/2003 schloß Sie dann Ihre staatlich anerkannte Reittherapie-Ausbildung am Bodensee ab.

Kontakt:
Ute Hoops
Feldenkrais-Methode
Gruppen- und Einzelbetreuung
Kleinharrier Straße 17
24625 Großharrie
Telefon 0 43 94 / 10 06
Fax 0 43 94 / 10 07
E-Mail info@feldenkrais-ute-hoops.de
www.feldenkrais-ute-hoops.de/