Frühe Hinweise
Da Autismus häufig spät erkannt wird, haben wir einen Zeichner gebeten ein paar frühe Hinweise auf Autismus, so wie wir sie von unseren Kindern kennen, zu Papier zu bringen. Wir haben die Bilderfolge auch als kleines Heft (Format 10 X 15 cm) drucken lassen. Bei Interesse senden Sie bitte eine Mail an: fruehe.hinweise (ät) freenet.de. Die ganze Bilderfolge als PDF-Datei gibt es unter folgendem Link.
Wir danken Moritz Liebeknecht für die tollen Zeichnungen !
Als Babys verhalten sich die Kinder oft extrem ruhig oder schreien und weinen lange und lassen sich nicht beruhigen.
Die Kinder haben häufig vom Säuglingsalter an Probleme beim Essen und Schlafen.
Im Alter von 18 bis 24 Monaten zeigen sie nicht auf Gegenstände, um die Eltern auf sie aufmerksam zu machen. Die Kinder folgen auch nicht dem Blick der Eltern. Später zeigen durch Hinführen: nehmen den Finger oder die Hand des Erwachsenen.
Die Kinder machen das Verhalten anderer nicht nach. Sie haben Probleme Emotionen zu verstehen und zu zeigen. Sie selbst verfügen oft nur über eingeschränkte Mimik und Gestik.
Die Kinder vermeiden Blickkontakt.
Die Sprache kann im zweiten Lebensjahr verschwinden. Manche Kinder sprechen gar nicht mehr.
Sie sind fasziniert von Objekten, die sich drehen (Ventilatoren, Windmühlen, Räder usw..). Sie sehen lange auf bestimmte Muster, Lichtreflexe, Bleche usw.
Sie fallen häufig durch bizarre und stereotype Bewegungen auf, d.h. sie wedeln zum Beispiel mit den Händen oder Armen, verdrehen die Augen, Finger oder Hände.
Die Kinder reagieren häufig nicht auf Ihren Namen, wenn sie gerufen werden.
Sie sprechen auffällig und setzen die Sprachen nicht kommunikativ ein. Oft wiederholen sie Wörter oder Sätze im falschen Zusammenhang oder mit falscher Betonung. Manche sprechen fast gar nicht.
Sie fixieren sich auf bestimmten Themen (z.B. Rohre, Klimaanlagen, bestimmte Videos usw.).
Sie spielen nicht kreativ. Häufig spielen sie nur mit Teilen des Spielzeugs oder reihen es z.B. nach Größe geordnet auf. Sie sind kaum in der Lage sich in Rollen reinzudenken und so zu tun als ob.
Trotz Interesse an anderen Kindern spielen unsere Kinder oft für sich allen. Es fehlen die Fähigkeiten zur angemessenen sozialen Interaktion.
Häufig haben die Kinder eine übertrieben starkes oder besonders geringes Schmerzempfinden.
Zunächst haben sie Schwierigkeiten Geste, Lächeln oder Wörter zu verstehen. Sie wirken wie Taub oder zeigen Gleichgültigkeit.
Die Kinder entwickeln oft eine besondere Faszination für bestimmte Geräusche. Oft entwickelt sich aber auch eine große unerklärliche Angst vor bestimmten Geräuschen (elektrische Spielzeuge Staubsauger, Bohrmaschine, Föhn, Rasenmäher, Musik).
Gelegentlich entwickeln die Kinder außergewöhnliche Begabungen in Teilbereichen (z.B. Rechnen, in technischen Disziplinen oder Musik).
Die Kinder haben große Schwierigkeiten mit Veränderungen und entwickeln stark ausgeprägte Gewohnheitsmuster. Dies betrifft zum Beispiel den Tagesablauf, die Umgebung, die Essgewohnheiten, die Kleidung.
Oft haben die Kinder unerklärlich heftige Wutanfälle.



















