ABA Applied Behavior Analysis

ABA ist die derzeit wirksamste und am besten untersuchte Methode zur Behandlung des frühkindlichen Autismus.

Zwischen 1985 und 2006 sind über 500 empirische Artikel in wissenschaftlichen Fachzeitschriften über ABA erschienen. Insbesondere neuere Studien belegen, dass durch ABA die Hälfte aller behandelten Kinder ein normales Funktionsniveau in Bezug auf Intelligenz und eine wesentliche Verbesserung des Sozialverhaltens und der Emotionalität erreichen.

Einige ABA-Studien werden jedoch dahingehend kritisiert, dass es keine Kontrollgruppen gibt, bzw. Teilnehmer nicht zufällig in die ABA-Gruppe und die Kontrollgruppe verteilt wurden. Methodische Schwächen wie diese lassen nur eingeschränkt Rückschlüsse auf die Wirkung von ABA zu, müssen jedoch auch vor dem Hintergrund der (kaum vorhandenen) Forschungen zur Wirksamkeit alternativer Ansätze gesehen werden.

Die Verfahrensweisen von ABA basieren im Wesentlichen auf Methoden des operanten Konditionierens:

  • Lernversuche und -erfolge sowie erwünschtes Verhalten werden unmittelbar verstärkt, wobei primäre Verstärker (z.B. Nahrungsmittel) und sekundäre Verstärker (z.B. Spielzeug) eingesetzt werden.
  • Negatives Verhalten wird möglichst schon bevor es auftritt
    verhindert. Sollte das einmal nicht gelingen, wird es abgebaut, z. B.
    durch Ignorieren und Hinwendung zu erwünschtem Verhalten. (Im Gegensatz dazu wurde früher, in den Anfängen der ABA-Forschung, Fehlverhalten zunächst auch bestraft, weshalb das Verfahren von uninformierten Gegnern auch heute noch abgelehnt wird.)

Vor allem soll so eine Motivation zum Lernen erreicht werden. Die mit Hilfe von ABA entwickelte generalisierte Neigung zur Imitation des Verhaltens anderer stellt eine wichtige Grundlage für das weitere Lernen dar.

Persönliche Erfahrungen von Mitgliedern der Elterninitiative zeigen, dass die Kinder durchweg sehr viel Spaß in den Therapiestunden haben und die Therapie meist, auch aufgrund der intensiven Zuwendung in der 1:1-Situation, als frühliches Spiel erleben.

ABA-basierende Therapieprogramme bieten das gemeinnützige Institut für Autismusforschung Breme (BET) sowie der kommerzielle Anbieter Knopse ABA.